Sommerwellness für deine Füße

Füße

Ein paar Fakten über unsere Füße

Wir umrunden drei mal die ErdeIn unserem Leben laufen wir ganze dreimal um die Erde. Das sind ca. 130.000 Kilometer oder 200 Millionen Schritte. Das bedeutet, wir verbringen etwa 25-57% unseres Lebens auf den Beinen.
1.700 Nervenenden
 
Insgesamt bestehen unsere Füße aus 27 Gelenken, 26 Knochen, 32 Muskeln und Sehnen, 107 Bändern und 1.700 Nervenenden. Ein ganzes Viertel unserer gesamten Knochen befindet sich in unseren Füßen.
Richtig starkDie Achillessehne kann bis zu einer Tonne Gewicht aushalten. Während eines ganzen Tages müssen unsere Füße einem Druck/Gewicht von ca. 2.520 Tonnen standhalten. Alleine beim Stehen, trägt unsere Ferse etwa ¾ unseres Körpergewichts.
90.000 Schweißdrüsen auf den FußsohlenFußgeruch ist ein häufiges Problem. Das liegt an den vielen Schweißdrüsen in unseren Füßen. Es sind etwa 500 pro Quadratzentimeter Haut. Das macht für den gesamten Fuß über 90.000 Schweißdrüsen, die täglich mehr als einen halben Liter Feuchtigkeit abgeben.
60 Prozent leiden an FehlstellungLaut einer Studie aus verschiedenen europäischen Ländern leiden etwa 60% der untersuchten Erwachsenen an einer Fehlstellung. Diese führt oft zu Rücken- und Gelenksbeschwerden, da der Körper versucht, die falsche Haltung auszugleichen.
Fitter Fuß, fitter Körper
 
Die Füße sind, ähnlich wie die Haut, der Spiegel unserer Gesundheit. In der Chinesischen Medizin wird oft davon gesprochen, dass man den gesamten Körper auf seinen Fußsohlen trägt. Besonders wohltuend ist daher auch meist eine Fußreflexzonenmassage tun.

Warum sind Füße so wichtig?

Mit Socken umhüllt, in Schuhe eingeschnürt und immer voll belastet. Und das Tag für Tag. Unsere Füße machen einiges mit. Dabei vergessen wir oft, dass sie die Basis unseres gesamten Bewegungsapparats sind und uns im Gleichgewicht halten.


Gesunde Füße sind, gerade in der heutigen Zeit des Bewegungsmangels, eine Grundvoraussetzung für ein gesundes und aktives Leben. Oft merken wir erst wenn Probleme auftreten, wie wichtig sie für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sind. Viele schenken ihren Füßen nur sehr wenig Beachtung. Durch fehlende oder falsche Fußpflege sowie falsches Schuhwerk kann es schnell zu Entzündungen oder anderen Problemen kommen.
Deine Füße sind wahre Alltagshelden – bereits kleine Änderungen in deinem Alltag und das Bewusstsein, dass du auf deine Füße angewiesen bist, ist der erste Schritt um deinen Füßen etwas Gutes zu tun:

  • Gehe barfuß – das stärkt das Fußgewölbe
  • Vermeide Flip-Flops und High-Heels – investiere lieber in gutes und passendes Schuhwerk
  • Vermeide zu engen Socken
  • Versuche Gegenstände mit den Zehen aufzuheben – das trainiert den gesamten Fuß
  • Füße profitieren von regelmäßiger Bewegung
  • Achte auf eine regelmäßige Fußpflege

Starte also dein Wellnessprogramm für deine Füße.

Wellnesstipp 1 – Barfußschuhe

Das macht Barfußschuhe aus

Barfußschuhe gibt es in den verschiedensten Ausführungen und von unterschiedlichen Herstellern. Auch optisch gibt es verschiedene Varianten. Vom schicken Business-Schuh über einen normalen Turnschuh bis hin zu einem „Handschuh“ für den Fuß.

Der größte Unterschied zum normalen Schuh ist die Sohle: Herkömmlichen Schuhen haben meist eine mehrere Zentimeter dicke Sohle, während diese beim Barfußschuh besonders dünn und flexibel ist. Barfuß-Schuhe haben weder Fußbett noch Absatz und sind extrem leicht.

In herkömmlichen Schuhen können Fuß und Zehen nicht so gut ihrer natürlichen, dämpfenden Funktion in der Abrollbewegung nachkommen. Durch die dicken, gedämpften Sohlen in unseren Schuhen setzen wir außerdem sehr stark mit der Ferse auf dem Untergrund auf. Dadurch werden Sehnen, Knochen und Gelenke stark belastet, was zu einer schlechten Körperhaltung und langfristig zu Schmerzen an Knie, Hüfte oder Rücken führen kann.

Darum ist das Laufen in Barfußschuhen gesund

Wir haben uns schon vor Jahrmillionen ohne Schuhe fortbewegt. Es ist also ganz natürlich für uns ohne Schuhe durchs Leben zu gehen.

Unser heutiges Umfeld macht es uns allerdings sehr schwer barfuß zu laufen. Zum Schutz vor asphaltierten Wegen und schmutzigen Straßen packen wir unsere Füße lieber in festes Schuhwerk. Dieses schützt unsere Füße zwar vor Schmutz, Kälte und Nässe, es stabilisiert und polstert, aber es hat auch einige Nachteile. So übernimmt ein normaler Schuh viele Aufgaben, die eigentlich unsere Fußmuskulatur erledigen würde. Dadurch baut sich die Muskulatur mit der Zeit immer weiter ab.

Beim Barfußschuh hingegen müssen die Füße die Arbeit selbst machen. Da der Schuh keinerlei Stützfunktion bietet, werden die Muskeln bei jedem Schritt trainiert. Gleichzeitig muss der Fuß die Unebenheiten des Bodens ausgleichen. Auch dadurch wird die Fußmuskulatur gestärkt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Barfußschuhe den Zehen ausreichend Platz lassen. Diese Bewegungsfreiheit kann helfen, die Balance zu halten und den Gleichgewichtssinn zu schulen.

Die Vorteile von Barfußschuhen im Überblick

Das natürliche Abrollverhalten wird gefördert
 
Aufgrund der flexibleren Sohle können die Zehen in Barfußschuhen ihrer natürlichen Funktion in der Laufbewegung deutlich besser nachkommen. Die Abrollbewegung wird nicht durch die Form des Schuhs und der Sohle vorgegeben, sondern nimmt ihren natürlichen Verlauf.
Die Fußmuskulatur und das Fußgewölbe wird gestärkt
 
Durch die sehr dünne und flexible Sohle von Barfußschuhen muss der Fuß deutlich mehr arbeiten. Die Fuß- und Beinmuskulatur wird deutlich mehr trainiert als in herkömmlichen Schuhen. Durch regelmäßiges Training ist es sogar möglich, dass Menschen mit Plattfüßen ihr Fußgewölbe langfristig wieder aufbauen und möglicherweise nicht mehr auf orthopädische Einlagen angewiesen sind. Außerdem reduziert eine starke Fußmuskulatur das Risiko des Umknickens.
Einen positiven Einfluss auf die KörperhaltungRegelmäßiges Barfußlaufen kann nicht nur die Fuß- und Beinmuskulatur, sondern auch die Rückenmuskulatur stärken. Das kann sich auch positiv auf andere Bereiche im Körper auswirken und so teilweise eine Lösung bei Gelenk-, Knie-, Hüft- oder Rückenschmerzen sein.
Verhilft zu einem achtsamen, bewussten LebensstilDurch die dünne Sohle spürst du beim Gehen den Untergrund besonders intensiv. Dein Bewusstsein für den Boden auf dem du läufst ist deutlich höher als in normalen Schuhen. Außerdem achtest du in Barfußschuhen deutlich mehr auf den Untergrund, um das Auftreten auf spitzen Steinen zu vermeiden. Zudem läufst du in Barfußschuhen meist etwas langsamer, was dein Leben automatisch ein wenig entschleunigt.
Bei Fußfehlstellungen helfen bzw. vorbeugenIn Barfußschuhen genießen deine Füße und Zehen besonders viel Freiheit. Das Tragen von Barfußschuhen beugt dem Risiko von Fehlstellungen vor und kann teilweise auch Probleme durch bestehende Fehlstellungen verbessern.
Das Immunsystem wird gestärkt
 
Das Laufen in Barfußschuhen auf unebenem, wurzeligem Waldboden gleicht einer Fußsohlenmassage. Durch den Kontakt zu verschiedenen Untergründen werden die Fußreflexzonen stimuliert und die Durchblutung angeregt. Regelmäßiges Barfußlaufen an kühleren Tagen härtet zudem ab und kann somit das Immunsystem stärken.

Wann Barfußschuhe nicht zu empfehlen sind

Trotz vieler Vorteile sind Barfußschuhe aber nicht für Jeden geeignet:

Bei starken Fehlstellungen der Füße, kann intensives Barfußlaufen zu einer Verstärkung der Probleme und Schmerzen führen. Bei stärkeren Deformitäten am Fuß wird daher eine medizinische, orthopädische Beratung empfohlen.

Zur Vorsicht raten Mediziner außerdem bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und bei Erkrankungen des Nervensystems. Denn Betroffene merken im Ernstfall nicht, wenn sie sich beim Barfußlaufen verletzen oder ihren Fuß zu sehr beanspruchen.

Darauf sollte man achten, wenn man in Barfußschuhen läuft

Wie so oft, ist auch das Laufen im Barfußschuh eine Sache des Trainings. Um eine Überlastung des Fußes zu vermeiden, raten Experten, sich langsam an die Schuhe zu gewöhnen und sie als Trainingsgeräte zu verstehen. Ideal ist bei der Eingewöhnung die Schuhe erst einmal nur halbstundenweise zu tragen. Zum Beispiel bei einem kurzen Spaziergang oder in der Wohnung. Schrittweise kann dann die Trainingsintensität und -dauer gesteigert werden, so dass du die Schuhe irgendwann den ganzen Tag über tragen kannst.

Wellnesstipp 2 – Barfußpfad: Die Natur mit den Füßen fühlen

Ein Barfußpfad ist ein Weg mit unterschiedlichen Untergründen. Dieser wird, wie der Name schon sagt, barfuß begangen. Die verschiedenen Felder haben die Funktion die Füße anzuregen und zu verwöhnen. Deine Füße können so entspannen und frische Luft schnappen, was vor allem im Sommer sehr angenehm ist. Durch die abwechselnden Untergründe kommt der Fuß in Berührung mit verschiedenen Materialien, die wir sinnlich wahrnehmen. Aus diesem Grund ist der Parcours nicht nur eine gute Fußreflexzonenmassage, sondern auch eine Wohltat für Körper und Seele.

Außerdem förderst du deine Konzentrationsfähigkeit. Begehst du einen Barfußpfad, wirst du sehr schnell merken, wie vorsichtig du deine Füße aufsetzt, denn die Angst ist groß, die Fußsohle zu verletzten und sich wehzutun. Dadurch bist du besonders konzentriert. Mit jedem Schritt fühlst du die Natur und bist gelassen und entspannt. Wichtig ist aber, dass du dich auf das Abenteuer einlässt und die Natur mit allen Sinnen spürt.

Gehen ist gesund  Gehen auf Naturboden ist gesünder  Barfußgehen auf Naturboden ist am gesündesten  
Gehen ist der ideale Ausgleich für eine rückenschädigende, sitzende Lebensweise. Gehen wirkt den Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkankungen entgegen – es senkt den Blutdruck und reguliert den Fettstoffwechsel. Bewegung im Freien steigert die Durchblutung und stärkt die Abwehrkräfte. Gespräche beim gemeinsamen Gehen verbessern die sozialen Beziehungen.  Die gesundheitsfördernden Einwirkungen beim Gehen auf Naturboden sind viel intensiver als auf Asphalt oder Schotterbelag. Insbesondere die Füße und der Rücken werden gestärkt, da die Unebenheiten im Boden mehr Beweglichkeit abverlangen.Die durch regelmäßiges Barfußgehen erhöht sich die Muskelspannung. Das stützt vor verschiedenen Fußschäden. Die Abrollbewegung, die sich beim Barfußgehen entwickelt, trainiert die Rückenmuskulatur. Die Durchblutung wird gesteigert und Kältereize kurbeln die Wärmeproduktion im Körper an. Das schützt vor Erkältungskrankheiten. Barfußgehen findet im „Hier und Jetzt“ statt und ermöglicht das Abschalten von Alltagsproblemen.  

Dein Barfußpfad im eigenen Garten:

Mögliche Untergründe:

  • Matschstrecken
  • Lehm/ Matsch (an schattigen Plätzen)
  • Feste Strecken
  • Holzbohlen
  • Gras / Rasen
  • Kastanien
  • Moos
  • Rundhölzer
  • Steinplatten
  • Looses Material
  • Muscheln
  • Nussschalen
  • Sägespäne
  • Kies (verschiedene Größen)
  • Laub
  • Flaschenkorken

Welche Materialien genutzt werden hängt davon ab, wie empfindlich deine Füße sind.

Der Aufbau:

  • Der Pfad sollte ca. 1 m breit sein
  • Je Materialfeld sollte ca. 1,5 – 4 m lang sein (man sollte mindestens drei bis 5 Schritte machen können)
  • Die Schichtdicke sollte min. 10 cm betragen
  • Lose Materialien vermischen sich leicht, daher ist es ratsam nach losen Materialien feste Strecken einzubauen (diese können auch leicht abgefegt werden)
  • Am Ende des Pfades sollte die Möglichkeit zum Füße Waschen bestehen
  • Wichtig ist: Der Pfad soll hauptsächlich der Sensibilisierung dienen. Gegen eine kleine Balancierstange ist nichts einzuwenden, es sollte aber kein Hindernisparcours sein.

Quellen:

Was ist ein Barfußpfad? | Urlaubsguru Lexikon – Urlaubsguru.de

Sinnesförderung im Kindergarten: – BACKWINKEL Blog

Was Barfuß-Schuhe leisten und was nicht – Landesschau Rheinland-Pfalz – SWR Fernsehen

Sind Barfußschuhe gesund? Vorteile & Risiken im Vergleich (reisefroh.de)

Wellness für die Füße: Humanenergetikerin Brigitte Werren bietet ganzheitliche Fuß-Wellness | SPORTaktiv.com

Hansaplast – 8 spannende Fakten über Füße

Warum sind Füße so wichtig? | Podologische Praxis Regina Bahrenburg (podologische-praxis.info)

Wir möchten dich darauf hinweisen, dass es sich bei unserem Blog lediglich um ein Informationsportal handelt. Wir recherchieren sehr genau zu den eingestellten Themen. Allerdings können wir dich lediglich zu einem Thema informieren. Die enthaltenen Inhalte stellen keine Handlungsaufforderung dar und können auch keinen Arztbesuch ersetzten. Zu möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Reaktionen auf angewendete Produkte können wir keine Aussage treffen. Hier solltest du unbedingt mit einem Mediziner sprechen.